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Was ist Liebe ?

Ich möchte einen Artikel mit euch teilen.

Er ist von  Ananda Giri –

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(m) einem Lehrer der OWA und ich habe mich gestern ziemlich schnell entschieden ihn zu übersetzen, weil er einfach so toll beschreibt – wie Achtsamkeit im Alltag funktioniert.

Als ich so schrieb habe ich gemerkt, wie ähnlich meine Erfahrungen mit Krishnaraji,krishnaraji

einem anderen Lehrer der OWA für mich waren,  als ich mich entscheiden habe – mich ihm anzuvertrauen.

Es war das Rainbow Festival in München, an der u.a. mein Sohn und ich den Messestand der OWA betreuten. Zum Ende der Messe fühlte ich mich schlecht und ausgenutzt, doch ich nahm allen Mut zusammen um es offen auszusprechen, anstatt hinter ihrem Rücken. Ich war derart überrascht von Krishnaraji´s Reaktion auf meine Vorwürfe und Enttäuschungen, dass ich mich ab diesem Zeitpunkt nochmals mehr für die Lehren der OWA entschieden habe, ein Leben in Achtsamkeit zu lernen, um so liebevoll und voller Mitgefühl auf Menschen reagieren zu können.

An diesem Tag wurde aus dem Lehrer Krishnaraj ein Freund und Berater und ich ein Teil einer wundervollen Familie.

Doch hier nun der Artikel von Ananda Giri, der im Original

IST FREIHEIT FÜR ALLE ODER IST FREIHEIT NUR FÜR TUGENDHAFTE ?

heißt, doch etwas besseres zum Thema „Was ist Liebe“ in Verbindung mit „Freiheit“ kenne ich nicht.

Im Sommer 2006, besuchte ich Stockholm, eine spirituelle Konferenz in Schweden. Es war geplant im Vorfeld der Veranstaltung einen bekannten schwedischen Autor zu treffen. Das Treffen fand in einer Hotel-Lobby am schönen Hafen Stockholms statt. Ich war in der Lobby und wartete auf die Ankunft des Herren.Slider_Flex_2

In dem Moment wie er die Lobby betrat kam er direkt auf mich zu und begrüßte mich mit einem Händeschütteln. Für ihn war es nicht schwer mich zu finden, denn ich war die einzige indische Person in diesem Raum. Der Schriftsteller war ein Herr mittleren Alters voller Enthusiasmus und seine Werke waren meist Werke der modernen Natur.
Wir waren daran interessiert mehr voneinander zu erfahren also in in erster Linie eine Form von Meinungsaustausch.
Für mich war jedoch der bedeutendste Moment des Treffens als er mich fragte,“ Ananda Giri wären sie daran interessiert etwas mit uns über die Liebe zu teilen ?
Was ist ihrer Meinung nach Liebe ?“

Was ist Liebe ?

Ich bin vorher noch nie mit einer solchen Frage konfrontiert worden, noch habe ich mir diese Frage selbst gestellt, darum hatte ich keine unmittelbare Antwort darauf.
Ich musste diese Frage zuerst mir stellen, “ was Liebe für mich ist,   bevor ich ihm antworten konnte.
Natürlich kann man die Erfahrung der Liebe nicht in einer einzigen Definition zusammenfassen und es ist offensichtlich,dass sie für verschiedene Menschen etwas anderes bedeutet.
Deshalb war ich nie in der Lage, diese Frage zu stellen“ Was ist Liebe?“ und um eine Antwort für mich zu finden kann ich nur fragen Was ist Liebe für mich ? und das tat ich auch.

 

Ich folgte meinen Gedanken und Erinnerungen und suchte nach einem Moment von dem ich sagen konnte es war „Liebe“.
Meine Gedanken führten mich schließlich zu meiner Schulzeit. Als ich durch diese Erfahrungen aus meiner Schulzeit kam, fand ich die Antwort auf die Frage des Autors und war nun bereit, ihm zu antworten.

Konflikt im Studentenhimmel

Die Schule an der ich studierte, war das Beste was sich jedes Kind nur wünschen konnte; einige nannten es den „Studentenhimmel“. Wir hatten absolut nichts zu meckern, doch was ich versäumt habe zu beobachten war, dass ein Himmel oder die Hölle abhängig von deinem inneren Zustand ist und nicht von äußeren Umständen abhängig war. Wenn du dich in keinem guten Zustand befindest, wirst du dich viel beschweren; und das ist, was ich getan habe. Ich habe alle um mich herum für keinen wirklich ersichtlichen Grund beschuldigt.

Ich war vierzehn und hatte keine Ahnung, wie es sich anfühlt, ein Teenager zu sein. Der erste Teil meines Teenager-Lebens war nicht so doll, wie ich es erwartet habe, aber dennoch hat es in mir zu einigen wertvollen Erkenntnissen geführt , die zu den Grundlagen für ein tolles Leben geführt haben. Zum Abschluss kann ich mich nur für alles bedanken was geschehen ist, ganz unabhängig von den unangenehmen Emotionen die zu diesen Erfahrungen geführt haben. Die erste große Enttäuschung als Teenager war, als ich mit meinem ersten schweren inneren Konflikt konfrontiert wurde. Es war das erste Mal, dass ich einen Konflikt dieser Art erlebt habe und ich nicht wusste, wie ich damit umgehen soll;
sollte ich es unterdrücken, mit ihm leben oder ihn auflösen? Ich war mir nicht sicher ob meine Freunde es auch erlebten, was ich erlebte oder ob nur ich es war. Nur schon der Gedanke, dass es so sein könnte, störte mich noch mehr.

Obwohl die Gründe für meinen Konflikt nicht sehr beträchtlich schienen, fand ich keinen Weg aus ihm heraus.
Dies war mein Konflikt;
Ich galt als einer der sehr guten Schüler der Schule, nicht für die akademischen Gründe allein, sondern weil meine Lehrer glaubten, ich sei auch ein demütiges und großzügiges Kind. Die Lehrer und der Rektor der Schule schätzten mich immer mehr und die Anlässe führten mich sogar zum Musterschüler. Es fühlte sich gut an
gelobt und geschätzt zu werden. Ich habe den Status eines Studenten-Modell total genossen.
Als elf Jahre alter Junge, als ich zum ersten Mal diese Schule betrat,
waren Freundlichkeit und Bescheidenheit ganz natürlich für mich. Weiter auf dem Weg in meine Jugend, nehme ich an, war ich nicht mehr so unschuldig. Ich wurde zunehmend selbst besessen und das war überhaupt kein gutes Gefühl. Ich kann mich
noch gut daran erinnern, als ich das erste Mal diese quälenden
selbst obsessiven Gedanken erfahren habe, diese Gedanken nur über sich selbst.
Ich war besorgt, was meine Freunde und Lehrer über mich dachten. Ich habe in den Spiegel geschaut und war besorgt über mein Aussehen und ich habe sogar versucht die anderen davon zu überzeugen, dass ich eine Wucht bin. Es war nicht nur ein vorübergehender Gedanke, es ist zu einer Beschäftigung geworden und fühlte sich nicht gut. Es lag eine Menge Druck auf dem Verstand
und ich war eine oft abgelenkte Person. Es fühlte sich seltsam und
umständlich an. Ich wusste, dass sich etwas in mir verschoben hatte, und das ich nicht mehr das freie, temperamentvolle Kind war, in vollkommener Vergessenheit.

Vom Regen in die Traufe

An dieser Stelle wäre es für mich einfacher gewesen, die Frage mit „Was ist es nicht zu lieben?“ zu beantworten als „Was ist Liebe?“ Ich musste mich immer weiter auf die Suche machen, bevor ich dem schwedischen Herren die Frage zu
meiner Überzeugung beantworten konnte. Doch klar war, dass Selbstbesessenheit nichts mit Liebe zu tun hat, sondern nur du allein in diesem Zustand existierst und alles, was für dich wichtig ist sind deine
eigenen Freuden, Erfolge und Bedeutungen. Dies kann natürlich keine
Liebe sein. Für mich dauerte es eine Weile meinen neuen Geisteszustand zu akzeptieren, zum Einen das obsessive Selbst-Denken und die Schlauheit. Noch bevor ich mich mit dieser neuen Entwicklung in meiner Persönlichkeit vertraut machen konnte, war wieder ein Konflikt fällig und verlangte nach einer Antwort. Mein jetziger Zustand glich vom Regen in die Traufe zu kommen.
Es ist, wenn du beginnst daran zu glauben, dass es um eine Verschwörung geht und du dich verzweifelt nach dem Frieden und dem Glück, was du einmal erlebt hattest zu sehnen. Die Wahrheit, dass ich selbst besessen war, hat mich gestört. Die Tatsache, dass ich nicht mehr lieb und nett war ließ mich verzweifeln ebenso, dass mich die anderen nicht mehr für den „netten Jungen“ hielten, ließ mir daher keine andere Wahl, als wenigstens so zu tun als ob.

Nicht das es zu schwer war sondern zu versuchen jemand anders zu sein als ich nicht war , verbrauchte viel von meiner Energie.

Die Erfahrung wurde immer unangenehmer und ich befand mich bald
in einem Zustand geistiger Verhandlungen. Ich glaube, ich habe dann versucht herauszufinden was von beiden mehr Spaß macht; das gute-Jungen Image festhalten oder loszulassen oder auch aufhören so zu tun als ob.
Das war mein Konflikt.
Die Gedanken waren am Festhalten genauso verlockend wie beim Loslassen.

Woher sollte ich wissen, dass ich es bin ? Doch das ist eine andere Geschichte. In
einer der Klassen, erhielt ein Kommilitone ein Lob von einem Lehrer für seinen Akt der Demut. Ich sagte mir, dass dieses Kind gerade nur vorgibt so zu sein um etwas Aufmerksamkeit zu erhalten. Dieses Kind machte allerdings weiter mit seinen Taten der Demut und erhielt viel Lob von mehr und mehr Lehrern.
Ich fühlte mich beunruhigt. Ich kannte natürlich den Grund für meine Störung, doch ich wollte nicht glauben, dass es dieses Kind war auf der Suche nach anderen Gründen. Als ich gezwungen war die Ursache meiner Störung zu betrachten, also das neue bescheidene Kind, würde ich sofort diese Gedanken ablehnen
und mir sage, dass ich mir die Mühe gemacht habe, und er nicht wirklich ehrlich ist.
Wie kannst du die Wahrheit vor dir selbst verbergen auch wenn du sie versuchst
zu verstecken , wie lange kannst du das tun ?So hatte ich keine andere Wahl,
mich der Wahrheit in dieser Sache zu stellen.
Wenn ich wirklich der gute Junge war – wie die Schule glaubte, warum muss ich mich durch einen Akt der Demut bedroht fühlen anstatt stolz zu sein es erreicht zu haben?
Ich fühlte mich bedroht, weil ich einen Konkurrenten sah.
Ich hatte Angst, von meiner langen gehaltenen Position des Musterschülers
verdrängt zu werden. Es ging nicht mehr um Bescheidenheit, aber um ein Rennen zu gewinnen um die Auszeichnung von Demut.
Es war ein Kampf, meine Stellung zu behalten und Angst, nicht mehr wichtig zu sein. Nach dem Erkennen dieser Wahrheit über mich selbst, wie
konnte ich immer noch glauben dieses bescheidene Kind zu sein? Was mache ich nun mit dieser Wahrheit? Sollte ich darüber sprechen? Soll ich meinen wahren Charakter in die Schule offenbaren oder sollte ich an diesem „gute Jungen Bild“ festhalten?
Ich war nicht sicher, was zu tun ist und habe mich in Verhandlungen verloren. Endlich entschloss ich mich zur Beendigung dieses Konflikts. und um ein Ende für diesen Konflikt zu setzen, glaubte ich, mich für ein entscheiden zu müssen. Ich entschied mich für eine Seite und die war, das „gute Jungen Image“ loszulassen.

Das gute Jungen Image loslassen

Ich beschloss, meinem Schuldirektor meine Betrachtungsweise und meine wahren Gedanken und Gefühle zu zeigen. Es gab 2 Gründe, weshalb ich mich für den Ich Schuldirektor entschieden habe; zum Einen, weil ich dachte, dass er am meisten Verständnis für alle Menschen an der Schule hatte und zum anderen, weil er der
Mann war der aus mir das Bild eines Musterschülers in der Schule machte.
Ich entschied, wenn ich entschlossen bin dieses Bild zu zerstören, muss ich es mit der Person ausmachen, die am meisten an mich geglaubt hat.

Es war nicht schwer, einen Termin mit ihm zu machen,denn er
war für alle Studenten recht zugänglich. Die Erreichbarkeit war kein
Problem und deshalb galt es keine Ausrede, ihn nicht treffen zu können.
Ich war nun gezwungen zu handeln.
Sein Büro war nicht weit von meinem Schlafsaal, wo ich lebte und jeden Tag verschob ich es auf Morgen. So ging das ein paar Wochen, denn aus Angst zögerte ich. Die nächste Entscheidung, die ich machen musste war, das Hadern zu stoppen. Es war schließlich meine eigene Wahl dieses Bild loszulassen und es gab keinen Grund mehr den Tag hinauszuzögern. Es war für mich an der Zeit diesen mutigen Schritt zu machen und so tat ich es auch.

Am nächsten Morgen ging ich zu seinem Zimmer hinauf und hob meine Hand um an der Tür anzuklopfen.
Doch wie sehr ich auch wollte, ich konnte immer noch nicht meine
Hand auf der Tür landen und blieb einige Zentimeter von der Tür entfernt. Es
war, als ob jemand gewaltsam meine Hand zurück führte. Selbstverständlich war es meine eigene Angst. Ich fühlte mich traurig und es war mir
peinlich, dass ich nicht einmal den Mut besaß an eine Tür zu klopfen. Ich fühlte mich total verängstigt. Ich hätte nie gedacht, so eine Angst zu besitzen.

Wovor war ich so ängstlich ?

Was könnte einen Jungen in meinem Alter veranlassen, so verängstigt zu sein? Nun, es gab nichts zu befürchten. Alle Arten von beängstigenden Bildern kamen hoch und ihre Begründung entzieht sich in diesem Moment meiner Kenntnis. Als Ich meine Hand hob, um an der Tür zu klopfen Klopfen fühlte ich mich furchtbar erschrocken. Ich war im Begriff alles zu verlieren. Ich hob nicht meine Hand um jemanden zu töten, nur um an eine Tür zu klopfen, doch in diesem Moment hat mein Verstand den Ermessensspielraum verloren Natürlich wusste ich, dass meine Angst irrational war aber ich war völlig hilflos und nichts konnte diese Angst stoppen. Alles, was ich tun konnte, war der Rückzug von der Tür damit meine
Angst aufhören würde. Obwohl mein erster Versuch erfolgreich war, war ich nicht entmutigt und versuchte es ein zweites Mal, und alles schien in Ordnung zu sein, bis ich wieder die Hand hob.

Es fühlte sich exakte wie eine Aufzeichnung des vorherigen Morgen an. Ich
konnte nicht glauben, dass mir all dies immer wieder geschieht.
Da es mir bei meinem zweiten Versuch auch nicht gelungen war, habe ich jedoch beschlossen, es ein paar Tage später erneut zu versuchen. Dieses Mal standen die „Götter“ mir bei; denn noch bevor ich meine Hand heben konnte , um an die Tür zu klopfen, öffnete der Rektor dieTür und war überrascht, mich da draußen zu sehen.
Was ihn veranlasste die Tür zu öffnen, wußte ich nicht. Vielleicht war es reiner Zufall, aber ich würde gerne daran glauben, dass es eine höhere Intelligenz in Aktion war. Dieses Mal gab es kein Entkommen. Er begrüßte mich mit einem Lächeln und ich ging
in den Raum und setzte mich auf den Teppichboden.

Von Angesicht zu Angesicht mit dem Rektor und meinem Selbst

Ich war nervös und gleichzeitig bereit, meine Maske abzulegen.
Ich wollte diese Gelegenheit nicht verpassen. Ich sagte mir; jetzt oder
nie. Aufschub würde wieder bedeuteten, dass ich es nicht tun würde und so ergriff ich die Gelegenheit, die sich vor mir bot. Das Schuloberhaupt kehrte aus einem angrenzenden Raum mit einer Zeitung in der
Hand zurück. Er setzte sich auf den Stuhl, der vor mir stand. Er begann
in seinem gewohnten Stil, „Also, was ist los? Gibt es etwas, worüber du mit mir sprechen möchtest ? „Ich antwortete,“ Nein Sir „, aber dann sofort
korrigierte ich mich und sagte: „Ja Sir, es gibt etwas das mich stört
und ich brauche Ihre Hilfe. “ Er nahm seine Zeitung und sagte zu mir: „Fahr fort“. Ich war mir sicher, dass er sehr enttäuscht über mich wäre, wenn er meine Geschichte gehört hat. Das hielt mich aber nicht davon ab zu sprechen, auch wenn mich dieser Gedanke ein wenig nervös machte. Ich fing an zu reden und sprach ganz schnell, fast ohne Pause. Ich hatte Angst, dass wenn ich eine Pause machte und ich meine Meinung ändere und aus dem Raum gehen möchte indem ich vorgebe es sei alles in Ordnung.
Ich tat es nicht und vertraute mir selbst und blieb dran ohne eine Pause.
Ich enttarnte mich vor ihm und enthüllte alles was ich dachte. Ich sagte ihm, wie sehr ich mich in den letzten Jahren verändert habe, wie
zornig, gierig, selbstsüchtig und lustvoll ich geworden war. Ich habe alle meine Gedanken mit all ihren hässlichen Details geteilt.

Es war mir nicht peinlich darüber zu sprechen doch da war dieses das Gefühl der Angst wie er über mich denkt oder wie er auf meine hässliche Wahrheit reagiert.

Ich habe erwartet, beurteilt zu werden und war geistig eine eine derartige Antwort vorbereitet .
Zu meinem größten Schock, hörte er sich meine Geschichte mit der gleichen Ruhe und Eifer an als würde er mich ansprechen ob ich diesen Morgen zum Frühstück auch Pfannkuchen gegessen habe.
Ich konnte nicht glauben, dass nicht einmal das geringste Gefühl der Enttäuschung hochkam, geschweige denn, ein Urteil.
Er war auch nicht unaufmerksam oder gleichgültig gegenüber meinem
sprechen; es gab insgesamt Anerkennung für jedes Wort und Emotion.
Am Ende meiner Geschichte, lächelte er mir zu.
Es lag soviel Freundlichkeit in seiner Art und Weise wie er mich ansah.
Dann sprach er zu mir:
„Nun, jetzt weißt du, wer du wirklich bist. Warum gehst du nicht raus und singst ein
Lied über deine Hässlichkeit „.
Er meinte es wirklich so wie er es sagte. Er wies auch
auf einen bestimmten Felsen in kurzer Entfernung und sagte mir, dass dieser Felsbrocken ein guter Platz für mich wäre um ein schönes Lied zu singen .

Wir hatten ein schönes Schulgelände mit vielen Bäumen und Felsen.
Alles, was ich jetzt tun musste, war zu gehen, zu meinem Fels und mein erstes original Lied zu singen.

Ich verließ den Raum und fühlte mich erleichtert und dankbar. Ich kletterte auf den Felsen und fing an zu singen.
Jede Zeile von meinem Lied war authentisch um die Hässlichkeit meiner Gedanken und Gefühle zu beschreiben. Ich nannte das Lied, „mein schönes Lied von Hässlichkeit.“ Obwohl ich es „mein Lied der Hässlichkeit“ nannte, fühlte ich mich sehr glücklich es zu singen. Noch während ich diese Worte sang, erlebte ich ein unaussprechliches Gefühl der Freude und Freiheit.

Wie kann soviel Freiheit in der Hässlichkeit  vorhanden sein ?

Ist Freiheit die Transformation von hässlich zu schön? Ist Freiheit die Erfahrung des Übergangs von „schlecht“ zu „gut“?
Ist Freiheit das Ergebnis einer Erfahrung des Verstandes, der frei von allen sogenannten negativen Gedanken ist?

Ist die Freiheit gefährdet, wenn wir beides erlauben, das „Gute“ und „Schlechte“? Ist dann Freiheit für dich und mich nicht möglich ?
Wenn wir von einem Geist besessen sind, der völlig frei ist von jeder Form der Eifersucht, Vergleich oder Urteil und glaubt, dass nur eine solcher Geist in die Freiheit führen kann, dann müssen wir diese Möglichkeit in Frage stellen sowohl diesen Geist und eine solche Freiheit.

Wenn Freiheit nur für diejenigen ist, die einen solchen „reinen“ Geist erlangt haben, dann ist sicherlich eine solche Freiheit nicht für dich und mich und ich weiß nicht, ob es jemanden für solche eine Freiheit gibt.

Stammen die Erfahrungen von Freude und Freiheit aus den Gedanken selbst oder ist es unsere Fähigkeit, Gedanken zu beobachten?

In der Meditation geht es nicht um das Beenden der Gedanken

In der Meditation geht es nicht darum, einen Gedanken mit einem anderen Gedanken zu ersetzen. Meditieren bedeutet Gedanken in Aktion zu beobachten. Sich bewusst sein, ist frei zu sein.
Wie die bekannte Philosoph und Lehrer J. Krishnamurti oft sagte:
„Wenn auch nur einer es leben kann, seine eigenen Handlungen und Reaktionen zu beobachten ist es möglich ein konfliktfreies Leben zu leben“ In totaler Aufmerksamkeit „was ist“ zu leben- das ist Freiheit.

Dies war die Freiheit, die ich erlebte, an dem Morgen als ich stehend auf
Felsbrocken sang.
Es war keine Freiheit, die aus der Abwesenheit meiner „sogenannten negativen Gedanken“ entstand, sondern eine Freiheit aus totaler Lebendigkeit meiner Gedanken und Emotionen. Ich wusste nicht einmal, ob es diese
Freiheit auch im nächsten Moment gäbe, aber das war mir egal. Die Frage, ob diese Freiheit ewig andauern würde, war für mich in diesem Moment unwesentlich. Ich war glücklich, ich war nun frei und das allein zählte.
Ich konnte dieser Freiheit vertrauen, weil sie nichts von mir verlangte. Es
war nicht eine „Freiheit“ in kultivierter Tugend, sondern eine Freiheit geboren
aus dem Bewusstsein für „das was ist“. Ich konnte dieser Freiheit vertrauen, weil es eine Wahl gab, frei zu sein; Ich konnte wählen zwischen einem Leben in Bewusstsein oder einem Leben im Un-Bewusstsein.
Alles, was ich braucht und zu tun ist ,um frei zu sein, ist bewusst zu sein.

„Die Wahrheit konnte nicht EINFACHERund FREIHEIT nicht leichter sein“. In der vollkommenen Aufmerksamkeit auf die Aktivitäten des Geistes, gibt es keinen
Konflikt. Es war ein Gefühl von tiefem Frieden mit mir selbst. Da war
eine Anerkennung und Akzeptanz für mich. Ich war das erste Mal
aufmerksam auf meine Wahrheit, was ich bin, ohne in irgendwelchen Rechtfertigungen zu schwelgen.
Ich fühlte für mich ein neu gefundenes Mitgefühl. Es war ein
schönes Gefühl. Es war ein großer Tag für mich. Ich erkannte, dass kein Gedanke an sich einen Schmerz in sich trägt. Er entsteht, wenn wir diesen Gedanken widerstehen, oder wenn wir einen verzweifelten Versuch starten, von diese Gedanken weg zu kommen. Dann erleben wir eine Unruhe und ein Unbehagen, was wir Schmerzen nennen. Eine Bewegung
weg von dem „was ist“, ist der Konflikt und damit die Aufmerksamkeit auf
das „was“ ist , ist das Ende des Konflikts. Ein großer Teil unseres Kampfes etwas zu versuchen, was wir nicht sind.
Ich kann nicht sagen, dass ich für immer frei von Konflikten bin, doch ich habe nicht mehr die Angst vor Konflikten. Ich hatte die Art und Weise meiner Konflikte gesehen, um in der Tat das Wesen aller Konflikte zu verstehen, ein Konflikt
zwischen „wie ich bin“ und die Idee „, wie ich sein sollte“.

Ich denke, es war die Art und Weise wie der Schulleiter auf meine hässliche Wahrheit reagierte, die mich auf einen anderen Ort der Beobachtung anhob. Ich habe gelernt, mich zu beobachten,
statt zu leugnen oder zu kämpfen, die Wahrheit dessen, was ich bin. Ich war nicht mehr die Angst vor meinen Gedanken. Ich entdeckte, dass ich aufgehört hatte über mich zu klagen. In dieser Zeit, begann ich etwas Neues und Anderes zu erleben.

Es war für mich ein Neuanfang

Eines Nachmittags, nach Abschluss unserer Mahlzeit war ich gemeinsam mit meinen Freunden zusammen, die sich in ein lebhaftes Gespräch vertieft hatten. Ich beobachtete sie, wie sie argumentierten und diskutiert haben , wer möglicherweise der beste indische Filmschauspieler sein könnte. Meine Teilnahme an diesem Gespräch war anders von gewöhnlich. Ich hörte jedes Wort was sie sprachen und beobachtete ihre Emotionen und konnte die die Ausdrücke auf ihren Gesichtern genießen. Es fühlte sich an, als ob ich ihre Gesichter zum ersten Mal sehen würde. Es gab nichts worüber ich mich beklagen konnte, weder bei mir noch bei meinen Freunden. Wie ich dort saß und die Gesellschaft meiner Freunde genießen konnte, durchliefe ein Gedanke meinen Kopf ; „vielleicht ist es das , was die Leute über die Liebe reden „. Ein Gefühl der totalen Freiheit, in sich selbst und der Freiheit, den anderen zu erlauben sie selbst zu sein.
Es war das erste Mal, dass ich wirklich das Gefühl hatte, dass ich es zugelassen habe, dass meine Freunde sie selbst sein können. Es gab keine Manipulation jeglicher Art.
Es war ein unglaublicher Moment. Es ist meine Überzeugung, auch jetzt,
„das Liebe ist,
„der anderen Person zu erlauben sie selbst / er selbst zu sein.
Liebe ist Freiheit in Beziehung.

Bitte frage dich selbst Folgendes;

Kann ich wirklich einen anderen lieben, wenn ich mich in einem Konflikt mit mir selbst befinde?

Kann ich wirklich einen anderen akzeptieren eine andere, wenn ich mich nicht akzeptiere?

Kann ich wirklich aufhören über andere zu jammern, wenn ich noch nicht aufgehört habe mich über mich selbst zu beschweren ?

Kann ich wirklich zufrieden in einer Umgebung sein , solange ich mich mit mir nicht wohlfühle ?

Kann ich anderen zugestehen sie selbst sein, wenn ich mir noch nicht erlaubt habe ich selbst zu sein ?

Wie kann ich selbst sein, wenn ich noch nicht akzeptiert habe wie ich wirklich bin ?

Wie kann ich mich akzeptieren, wenn ich mir nicht einmal bewusst bin, wer ich
in diesem Augenblick wirklich bin ?

Wie soll ein Bewusstsein für das „was ist“ möglich werden , wenn ich die ganze Zeit damit verbringe“was sein soll“?

Warum ist es für uns so schwierig, unseren Geist, ohne das Gefühl zu BEOBACHTEN ohne sich vom INHALT BEDROHT zu fühlen ???

 

Author

mail@utewulfert.de

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