
Umgang mit der Angst
Eins möchte ich vorweg loswerden und zwar, dass es erst mal Mut braucht, die eigene Wahrheit / Selbsterkenntnis nicht nur anzunehmen sondern auch auszuhalten, anstatt der Dumpfheit des Unbewussten für den Rest des Lebens weiterzugehen ….
Ich habe in den letzten Tagen, die Theorien in die Praxis umgesetzt. Doch von vorn:
Nicht immer, aber immer mal wieder zeigen sich Gefühle von Angst – entweder morgens direkt nach dem Aufwachen oder vor dem zu Bett gehen. Doch anstatt diese Gefühle wirklich anzunehmen, werden sie meist bekämpft, weggeschoben oder in einen friedlicheren Zustand verwandelt – weil es eben angenehmer ist und auch möglich ist. Doch die Gedanken und Empfindungen verschwinden dadurch nicht. Sie kehren wieder zurück, am nächsten Tag, in der nächsten Woche …….
Ich habe mittlerweile gelernt;
Der Weg hinaus führt hindurch – bewusst, durch das beobachten, fühlen und dem Sein mit dem Unangenehmen (das sich ohnehin beim Beobachten verändert).
Die Angst liegt unter vielen Fragen, z.B.: Was, wenn ich versage? Was, wenn ich alle enttäusche?
Doch im Erkennen dieser Gedanken entsteht Klarheit:
Niemand weiß, wie die Dinge sich entwickeln werden – das gab es noch nie. Ja, es könnte sein, dass manches nicht gelingt. Gleichzeitig wird auch deutlich, dass so vieles im Leben außerhalb unserer Kontrolle liegt – und doch gibt es Wahlmöglichkeiten.
Es gibt die Wahl, im Hier und Jetzt zu bleiben mit dem, was auftaucht. Die Wahl, neugierig zu sein und lernen zu wollen. Die Wahl, mutig zu sein und weiter präsent und echt zu bleiben, auch ohne zu wissen, welches Ergebnis kommt.
Und genau darin liegt kein Drama und nichts, wogegen gekämpft werden müsste. Sondern vielmehr eine Erinnerung: Die eigene Aufmerksamkeit und Energie kann bewusst gelenkt werden.
Die innere Arbeit ist damit nicht abgeschlossen – es gibt immer wieder etwas „mehr“ zu erforschen.
Doch für den Moment entsteht mehr Weite, mehr innere Ruhe und ein sanftes Erinnern daran, nicht allein auf diesem Weg zu sein.